| Inklusions- und Therapiehof Gowens |
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Projektträger: Frau Tanja Demuth
Der Begriff der Inklusion bedeutet, dass alle Menschen trotz ihrer Verschiedenheit hinsichtlich Herkunft, Fähigkeiten und Beeinträchtigungen gemeinsam leben, lernen und arbeiten. Unter dem Leitgedanken „Es ist normal, verschieden zu sein“ sollen alle Menschen ohne Ausnahme die Möglichkeit haben, Wertschätzung zu erfahren, mitzubestimmen und mitzugestalten. Der Inklusions- und Therapiehof Gowens soll eine offene Begegnungsstätte für Menschen jeder Altersgruppe, mit und ohne Behinderung, werden. Menschen mit physischen und psychischen Handicaps, Blinde und verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche mit Lernblockaden, ADS, ADHS und Entwicklungsverzögerungen sollen gemeinsam mit "normal" entwickelten Menschen die verschiedenen Reit- und Freizeitangebote nutzen können. Das Angebot behindertengerechter Ferienwohnungen mit Reitmöglichkeit unter dem Leitgedanken der Inklusion ist deutschlandweit bisher kaum zu finden, aber gleichzeitig äußerst attraktiv gerade für Familien mit behinderten Kindern/Angehörigen. Speziell für diese Zielgruppe erhält die Region einen weiteren wichtigen Baustein in der gesamttouristischen Angebotsstruktur. Die Projektträgerin arbeitet seit 1995 als fahrende Reitlehrerin. Daher verfügt sie über vielfältige Erfahrungen im Umgang mit Pferden sowie mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, mit und ohne Behinderung. Durch Lehrgänge (Therapeutisches Reiten, Bodenarbeit, Zirkuslektionen, Pferdefußball, Dominanztraining) und Trainerseminare (Reiten, Voltigieren) bildet sie sich kontinuierlich weiter. Mit der Einmietung bei anderen Reithallen hat sich die Projektträgerin in den letzten Jahren einen festen Kundenstamm aufgebaut. Weitere Nachfrage ist vorhanden, kann aber aufgrund fehlender Hallenkontingente und langer Fahrtzeiten momentan nicht bedient werden. Mit einem breit aufgestellten Angebot auf dem eigenen Inklusions- und Therapiehof möchte die Projektträgerin nun verstärkt auf die gute Nachfrage reagieren und ihre Aktivitäten ausweiten und verstetigen.
Als Herzstück der neuen Hofanlage soll dicht westlich an den vorhandenen Stall angrenzend eine neue, von zwei Seiten zum Hof hin offene Reithalle entstehen. Die Reithalle wird einen Aufenthaltsraum (inkl. Toiletten) mit einschließen, der den Betreuern und Zuschauern einen Blick in die Halle ermöglicht und Grundangebote wie Kaffee und Kuchen, kleine Snacks und einen Getränkeautomaten vorhalten soll. Das bestehende Stallgebäude soll für die Therapie-, Schul- und Pensionspferde als Aktivstall aufgebaut werden. Nördlich des Stallgebäudes soll im Außenbereich eine Freilauffläche, nördlich der Reithalle eine Reitbahn entstehen. Im Wohnhaus werden in dem ehemaligen Hallen- und Heubodenteil behindertengerechte, zusammenschließbare Ferienwohnungen eingerichtet, die auch für einen Wohngruppenurlaub geeignet sein werden. Der gesamte Hofbereich wird durch ein befestigtes Wege- und Fahrnetz mit Parkplatzflächen barrierefrei gestaltet, so dass auch Rollstuhlfahrer problemlos zur Reithalle oder zum Stall gelangen können. Durch die unmittelbare Nähe der Gebäude zueinander entsteht eine sich geschlossen darstellende Hofplatzsituation mit kurzen Wegen und leichter Kommunikation. Durch verschiedene Angebote und Aktionen werden die Gäste in die familiäre Atmosphäre auf dem Hof eingebunden. Dazu gehören zum Beispiel Reiten, Voltigieren, Ponyspiele, Kutschfahrten, Lagerfeuer, Heubodenübernachtungen und Stockbrot backen. Durch die Aktionen sowie die genannte Infrastruktur wird den Gästen ein ganzjährig attraktives Angebot bereitgestellt. Zu den konkreten Reitangeboten gehören sowohl therapeutisches als auch konventionelles Reiten und Voltigieren als Einzelunterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für Kleingruppen sowie für Kindergärten und Schulen. Dazu kommen Wochenend- oder auch Mehrtages-Lehrgänge, Kooperationen mit anderen Therapeuten (Verleih von Pferden, Vermietung der Reithalle, Assistenz) und die Einstellung von Pensionspferden.
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